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Sieben wissenschaftlichen Institutionen Hildesheims
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Vortrag der Hildesheimer Kultur.Spitzen im RPM | 1. Juni 2016 | 19.30 Uhr

Prof. Dr. Regine Schulz Direktorin des RPM:

Osiris und Re –
Leben, Tod und Erneuerung im pharaonischen Ägypten

Dies- und Jenseits, Himmel, Erde und Unterwelt galten im pharaonischen Ägypten als Einheit und die Weiterexistenz im Totenreich, im Unterschied zu vielen anderen antiken Kulturen, als erstrebenswert. Wer sich während des diesseitigen Lebens an die vorgegebenen ethischen Normen hielt, konnte das Totengericht überstehen und als „gerechtfertigter Verstorbener“ weiterexistieren. Wer diesen Status aber nicht erhielt, wurden aus dem Erneuerungszyklus der Schöpfung ausgeschlossen und war erst dann endgültig tot.
Der Vortrag beschäftigt sich aber nicht nur mit abstrakten Vorstellungen, sondern auch mit bildlichen und schriftlichen Zeugnissen von Todesfurcht und -überwindung, Trauer und Zweifel sowie der Hoffnung auf ein gutes oder sogar besseres Leben nach dem Tode.

Prof. Dr. Regine Schulz ist Direktorin der Roemer- und Pelizaeus-Museums und des Stadtmuseums in Hildesheim sowie Professorin für Ägyptologie und Koptologie an der Universität München. Sie ist außerdem Mitglied in der Geschäftsführung des Internationalen Museumsrates und korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Ihre Forschungsschwerpunkte sind altägyptische, nubische und vorderasiatische Kulturgeschichte, Kunst und Religion. Darüber hinaus ist sie Ko-Projektleiterin der Ausgrabungen in der Ramsesstadt (Ägypten) sowie des Hermopolis Magna/Tuna el-Gebel-Projektes des RPM mit den Universitäten in München und Kairo. Regine Schulz studierte und unterrichtete an den Universitäten in Berlin, München, Kairo und Baltimore. Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Fachpublikationen und Ausstellungskataloge. 

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